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Umwelt- und Klimaschutz im ÖPNV

CO2-gekühlte Busse fahren in Bad Hersfeld und Ludwigsau

Klimaschutz im ÖPNV

Für die Buslinien im Stadtverkehr Bad Hersfeld und in Ludwigsau hat die RhönEnergie Bus GmbH seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2013 den Auftrag vom Landkreis Hersfeld-Rotenburg und den Wirtschaftsbetrieben Bad Hersfeld erhalten. Das Besondere dabei: In der Ausschreibung wurde gefordert, dass die Neufahrzeuge mit CO2-betriebenen Klimaanlagen ausgestattet sein müssen. Dieser Forderung ist die RhönEnergie Bus GmbH mit zwölf neuen Fahrzeugen nachgekommen und hat diese Busse eigens für die neu konzessionierten Linien angeschafft. „Damit setzen wir ein Zeichen für Umwelt- und Klimaschutz im öffentlichen Personennahverkehr“, so Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt und Bürgermeister Thomas Fehling.

Die ersten Erfahrungen mit den zwölf neuen Linienbussen im Bad Hersfelder Stadtverkehr und in Ludwigsau sind nach Darstellung des Betreiberunternehmens RhönEnergie Bus GmbH positiv. „Wir sind sehr zufrieden“, erklärt Thomas Lang, Geschäftsführer der RhönEnergie Bus (REB): „Die Busse fahren fehlerfrei – und gerade bei den Temperaturen der zurückliegenden Wochen konnten wir unsere Klimaanlagen einem Belastungstest unterziehen, den sie mit Bravour bestanden haben.“

Busse mit deutlich geringeren klimaschädlichen Kältemittel

„Die neue Kühlmittelgeneration ist ein Gewinn für das Klima und die Umwelt und passt zum Konzept einer nachhaltigen Bewirtschaftung unseres Nahverkehrs“, so Landrat Dr. Schmidt. Und Bürgermeister Fehling ergänzt: „Die Umrüstung auf das umweltfreundlichere Kältemittel ist ein erster Schritt; diese zukunftsweisende Technologie ist nicht nur gut für den Nahverkehr, sondern bringt auch die Klimaschutzaktivitäten in unserer Stadt weiter voran.“ Dazu zählt nach Aussage von Dr. Schmidt und Fehling auch die Forderung in der Ausschreibung der Verkehre, dass die in den Linien eingesetzten neuen Busse der Kategorie A (= Neufahrzeuge) mit EURO-6-Motoren ausgestattet sein müssen, die die neuesten Abgasnormen erfüllen.

In den neuen Klimaanlagen agiert CO2 als natürliches Kältemittel. Es sorgt auch in vollen Stadtbussen für angenehme Temperaturen und ersetzt das klimaschädlichere Kältemittel R134a, das seit Januar 2011 für Klimaanlagen in neuen Pkw-Typen verboten ist. Bisherige Kältemittel verursachten um ein Vielfaches höhere Emissionen: R134a hat ein klimaschädliches Treibhauspotenzial, das um den Faktor 1.430 höher ist als das von CO2. Da Fahrzeug-Klimaanlagen keine vollständig geschlossenen Systeme sind, entweicht während der gesamten Lebensdauer eines Fahrzeugs permanent Kältemittel.

Nachhaltigkeit bei der RhönEnergie Bus

Die RhönEnergie-Verkehrsbetriebe hatten in den zurückliegenden Jahren bereits mehrfach – damals noch als Teil der ÜWAG-Gruppe – unter Beweis gestellt, dass sich ein effizienter Fahrbetrieb und Umweltschutz nicht ausschließen müssen. Dabei spielten innovative Ideen eine Rolle: Von Bussen mit dem „Blauen Umweltengel“ und besonders niedrigen Emissionswerten bis hin zu einer Anlage, die Motoröl reinigt – und zwar so, dass die Schmierstoffe bei gleicher Wirkung mehrfach benutzt werden können. Deutschlandweit gehört die REB zu den ersten Busunternehmen, die neue Fahrzeuge mit CO2 als Kältemittel nutzen: Bereits vor zwei Jahren hatte die RhönEnergie Bus sechs Fahrzeuge mit dieser Technologie für die Stadt Fulda beschafft, die seitdem in der osthessischen Barockstadt unterwegs sind.

Großes Klimaschutzpotenzial

„Mit den neuen Bussen können wir hier vor Ort beweisen, dass CO2 das Kältemittel der Zukunft ist und natürliche Kältemittel im Nahverkehr, aber auch in PKW, funktionieren“, so REB-Prokurist Michael Schneider. Anders als bei Pkw gibt es für Busklimaanlagen von der EU bislang noch keine Regelungen, die Kältemittel mit hohem Treibhauseffekt verbieten. „Unsere positiven Erfahrungen leisten vielleicht auch einen Beitrag, verstärkt umweltgerechtere Kältemittel einzusetzen. Vielleicht wird diese Technologie dann sogar bald zum Standard in der Nahverkehrs- und Reisebusbranche – das kann man der Umwelt und unserem Klima eigentlich nur wünschen.“

Das Potenzial sei riesig: Neue Reisebusse sind heute zu 100 Prozent klimatisiert. Bei Stadtbussen waren es 1993 hierzulande nur fünf Prozent aller neuen Fahrzeuge, im Jahr 2011 bereits knapp 70 Prozent. Die freigesetzte Menge an Kältemittel aus Bussen entspricht laut Umweltbundesamt 140.000 Tonnen CO2-Äquivalenten pro Jahr. Das entspricht dem jährlichen CO2-Ausstoß von 120.000 sparsamen Kleinwagen bei durchschnittlicher Fahrweise.+++


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